Anglo Asian Mining beginnt mit der Inbetriebnahme der Kupfermine Damirli in Aserbaidschan
Am 21. Juli gab das britische Unternehmen Anglo Asian Mining Plc. den Beginn der Inbetriebnahme der Kupfermine Damirli in der Wirtschaftsregion Bergkarabach in Aserbaidschan bekannt. In seiner offiziellen Erklärung bestätigte das Unternehmen, dass die Inbetriebnahme im Gange ist und die Produktion bis Ende 2025 steigen soll. Anglo Asian Mining prognostiziert, dass die Mine im Jahr 2025 etwa 4.000 Tonnen Kupferkonzentrat produzieren wird, wobei die Produktion ab 2026 auf etwa 15.000 Tonnen pro Jahr steigen soll. Die Lebensdauer der Mine wird nach der Entwicklung aktualisierter geologischer und mineralischer Ressourcenmodelle noch festgelegt.
Das Erz wird derzeit aus einem großen Tagebau abgebaut und per Lkw zu einer Verarbeitungsanlage transportiert, wobei die Stromversorgung über das nationale Stromnetz Aserbaidschans und die Wasserversorgung aus lokalen Quellen erfolgt. „Derzeit werden Wasser und Flotationsrückstände vorübergehend in eine bestehende Rückstandslagerstätte abgeleitet. Eine vollständige geotechnische Untersuchung für den Standort einer neuen Rückstandslagerstätte sowie die Planungsarbeiten für einen Damm und eine Pipeline-Trasse wurden bereits abgeschlossen“, erklärte das Unternehmen. Um den Produktionsanstieg zu unterstützen, hat das Unternehmen rund 150 neue Festangestellte eingestellt und 50 erfahrene Mitarbeiter von anderen Standorten versetzt. Anglo Asian Mining betonte auch das erhebliche Potenzial für die weitere Erschließung der Lagerstätte und verwies auf Pläne zur Erweiterung der aktuellen Grube, zur Exploration nahegelegener Kupfervorkommen und zur Aufnahme eines regionalen Explorationsprogramms in naher Zukunft.
Das Unternehmen fördert seit 2009 Gold, Kupfer und Silber in Aserbaidschan und hat 2012 in der Nähe des Dorfes Söyüdlü einen Absetzteich errichtet. Anwohner berichten, dass aus diesem Teich Zyanid und Arsen in die örtlichen Wasserquellen gelangen, was zu Gesundheitsproblemen und Ernteschäden führt. Im Juni 2023 schlug das Unternehmen den Bau eines zweiten Absetzteichs vor, was den Widerstand der lokalen Bevölkerung weiter verschärfte. Eine Protestaktion am 20. Juni 2023 wurde von aserbaidschanischen Sicherheitskräften mit harter Hand niedergeschlagen, die chemische Reizstoffe einsetzten und mehrere Personen festnahmen. Das Dorf wurde daraufhin abgeriegelt, und die aserbaidschanische Regierung stellte den Betrieb der Mine vorübergehend ein.
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