Armenischer Premierminister fordert Ende von Schimpfworten und „hybridem Targeting“ in der armenischen Politik

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Premierminister Nikol Paschinjan forderte am 28. Juni ein Ende der Verwendung von Schimpfworten und des sogenannten „hybriden Targetings“ im öffentlichen und politischen Diskurs Armeniens und drängte auf eine Hinwendung zu einer respektvollen, faktenbasierten Debatte.

„Ich schlage vor, dass wir einen öffentlichen Konsens erzielen, um Obszönitäten und hybride Angriffe im sozialen, politischen und öffentlichen Bereich zu unterlassen und stattdessen zu ausschließlich zivilen und respektvollen Debatten auf der Grundlage überprüfter Fakten überzugehen“, erklärte Paschinjan in einem Beitrag in den sozialen Medien.

Er schlug den 1. Juli als symbolischen Startpunkt für diesen Kurswechsel vor und versprach, sich persönlich an diesen Standard zu halten. Er fügte hinzu, dass er die Reaktionen der Öffentlichkeit in der kommenden Woche beobachten werde.

Der Appell kommt inmitten wachsender Spannungen zwischen der Regierung und ihren Kritikern, darunter Oppositionspolitiker und Kirchenführer. Paschinjan selbst sah sich in den letzten Wochen wegen seiner harschen Äußerungen in öffentlichen Erklärungen gegenüber Geistlichen und Gegnern heftigen Reaktionen ausgesetzt. Seine jüngsten Äußerungen scheinen sowohl eine Reaktion auf diese Kritik als auch ein Versuch zu sein, die zunehmend polarisierte politische Atmosphäre in Armenien neu zu gestalten.

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