Moldawien unterstützt den Transit von aserbaidschanischem Gas über die Transbalkan-Route in die Ukraine

Am 29. Juli begrüßte der moldawische Energieminister Dorin Junghietu die Entscheidung der staatlichen Ölgesellschaft Aserbaidschans (SOCAR), Gas über die Transbalkan-Pipeline in die Ukraine zu liefern. Dies folgt auf das erste Gaslieferabkommen zwischen der ukrainischen Naftogaz und SOCAR Energy Ukraine. Junghietu wies darauf hin, dass Moldawien als erstes Land die Funktionsfähigkeit des Vertikalen Gaskorridors getestet habe, indem es die Verbindungsleitung zwischen Griechenland und Bulgarien erfolgreich genutzt und den Fluss in der Transbalkan-Pipeline umgekehrt habe, um LNG aus den Vereinigten Staaten zu liefern. „Wir haben sowohl technisch als auch wirtschaftlich bewiesen, dass es möglich ist, Gas aus Griechenland zu Speicheranlagen in der Ukraine zu liefern“, erklärte er. Diese Pilotlieferungen zeigten eine Alternative zum Modell der russischen Gazprom auf und unterstrichen die wachsende Attraktivität der Nutzung der Transitinfrastruktur der Ukraine für die Speicherung.

Junghietu bezeichnete die Gaslieferungen aus Aserbaidschan als neue Phase der regionalen Bemühungen um Diversifizierung der Energiequellen und Stärkung der Sicherheit. Er wies darauf hin, dass Moldawien und vier weitere Länder im Mai ein „neues regionales Gastransportprodukt“ eingeführt hätten, das von Juni bis Oktober 2025 einen Rabatt von mindestens 25 % auf den Gastransport von Griechenland in die Ukraine ermögliche. Der Minister bekundete die Bereitschaft Moldawiens, ein langfristiges Gaslieferabkommen mit Aserbaidschan zu prüfen, das Moldawien in die Lage versetzen würde, Gas direkt zu importieren. Er stellte klar, dass ein solches Abkommen ein erster Schritt wäre, dem Verhandlungen zwischen den kommerziellen Betreibern folgen würden. Junghietu bekräftigte abschließend das Engagement Moldawiens für die Liberalisierung seines Gasmarktes und betonte, dass „Aserbaidschan sich bereits als vertrauenswürdiger Energiepartner bewährt hat”.

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